Das Politische in der Werbung

$61.59
Vendor: Springer

Available

Title
Wahlwerbung und Wirtschaftswerbung in der Bundesrepublik
Da� die vorliegende Arbeit nicht nur Zustimmung finden, sondern auch Widerspruch und lebhafte Kontroversen ausl�sen wird, l��t sich unschwer voraussagen. Wenn sie von der theoretischen Voraussetzung ausgeht, �da� die Einf�gung des Moments Wer� bung in das Wettbewerbs modell dieses in sein Gegenteil verkehrt�, so bedeutet das zweifellos eine Provokation, jedoch, wie ich meine, eine fruchtbare und eine not� wendige. Was die Verfasserin, untermauert durch eine F�lle von Belegen, �ber die �bertragung von Methoden der Wirtschafts werbung auf die Werbung der politischen Parteien aus� zusagen hat, kann den wachen Beobachter der bundesrepublikanischen Wahlk�mpfe kaum �berraschen. Inhaltliche Entleerung, Entpolitisierung und psychologische Aus� richtung auf die Konsumentenmentalit�t sind beherrschende Symptome, die nicht zu �bersehen sind. Hingegen d�rfte der minuti�s gef�hrte Nachweis, in welch bemerkens� wertem Ma�e sich die �konomische Werbung gleichzeitig als politische Schleichwer� bung dekuvriert, die ganz bestimmte politisch relevante Wertvorstellungen vermittelt, manchen Leser auf den ersten Blick schockieren. Scheinen doch, nimmt man die in dieser Studie nachgewiesenen Tendenzen ernst, weder das politische noch das wirtschaftliche System der Bundesrepublik dem einzelnen eine Chance einzur�umen, sich im Konkur� renzkampf der Parteien und der Produzenten als m�ndiger B�rger zu behaupten. Indessen w�rde man die Intentionen dieser Studie gr�ndlich mi�verstehen, wenn man ihr unterstellte, da� es ihr unter dem Vorzeichen einer speziellen Fragestellung darum ginge, Parteienstaat und Marktwirtschaft in einem Atemzuge ad absurdum zu f�hren.