Die Entstehung sozialer Normen

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Die Identifizierung einer sozialen Norm in einem Kollektiv �ber soziales Verhalten - d.h. �ber das normierte Verhalten bzw. �ber die Sanktionierung abweichenden Verhaltens - erweist sich, so scheint es, als Sackgasse. Unabh�ngig davon, ob das, was als Kriterium der ~~essung von sozialen Normen vorgelegt wird, mit der sozialen norm selbst identisch ist oder ob eine soziale Norm mehr ist als das, was das Me�kriterium beschreibt - darauf wird am Ende dieses Kapitels ganz allgemein zur�ckzu� kommen sein - ist das soziale Verhalten offensichtlich kein brauchbarer Indikator f�r das Vorliegen einer sozialen Norm. Normiertes Verhalten als Normkriterium erweist sich als �berfl�ssige Verdoppelung der sozialen Realit�t: Das, was ohnehin geschieht und ohnehin Gegenstand soziologischer Theo� rienpr�fung ist, wird nach einem solchen Kriterium zu einer 15 zweiten Realit�t stilisiert, der normativen. ) Sanktion als Normkriterium ist der problematische Versuch, eine Unterklasse von Normen zum Me�kriterium f�r Normen an sich zu machen. 2.2. Soziale Normen als soziale Tatsachen In der bisherigen Darstellung wurde davon ausgegangen, da� so� ziale Normen sich zwar auf Kollektive beziehen, Kriterium des Vorliegens einer sozialen Norm jedoch jeweils das soziale Ver� halten von Individuen aus dem Kollektiv sei, (wenn auch etwa in Form sogenannter analytischer kollektiver ~1erkmale, wie etwa Durchschnittsverhalten etc., d.h. durch Verrechnungen in� dividueller Daten zu Kennziffern f�r ein Kollektiv).