Die programmatische Entwicklung der PDS

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Kontinuit??t und Wandel der Politik einer sozialistischen Partei
Von Anfang an war das Verh�ltnis von Theorie und Praxis sowohl der erkenntnistheoretische Angelpunkt als auch das politische Dilemma der marxistischen Theorie. Von Anfang war klar, dass es sich bei den beiden Begriffen um weitgehend inkompatible Kategorien handelt. So wie Denken und Handeln im realen Leben zusammengef�hrt werden m�ssen, um als Einheit wirksam werden zu k�nnen, so m�ssen auch Theorie und Praxis zusammengef�hrt werden. Erst die Einheit von Denken und Handeln konstituiert eine lebendige Biographie. In Gesellschaften, die von Ritus und Mythos getragen sind, entsteht die Einheit von Theorie und Praxis - der individuellen Biographie vergleichbar - scheinbar naturw�chsig. Die Einheit von Theorie und Praxis aber l�sst sich in komplexen Gesellschaften nur als Artefakt, als soziales Konstrukt realisieren. Sie ist damit Ausdruck politischen Denkens und politischen Handelns. In modernen, von immer schnelleren Umbr�chen markierten Gesellschaften wird der soziale Wandel zur zentralen politischen Aufgabe. Das konstituiert sowohl eine begriffliche als auch eine politische, als auch schlie�lich eine humanit�re Aufgabe. Die Moderne muss die Produktion - eigentlich die Produkte - des Wandels immer neu und immer h�ufiger justieren. Woanders hat man ein solches Tun ?self-management? genannt. Auch f�r den Marxismus wird daher das Management des sozialen Wandels ? gelegentlich verk�rzt Revolution genannt - zu ihrer zentralen Aufgabe. Das erkl�rt die vielf�ltigen und differenzierten Konzepte, auch die vielen Polemiken und Leidenschaften, die der Marxismus dazu entwickelt hat. Viele davon haben bekanntlich in den Gulag gef�hrt.