Die Reform der Vereinten Nationen

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Die Weltorganisation zwischen Krise und Erneuerung
Nach der Aufl�sung des sozialistischen Lagers Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre hat sich die weltpolitische und weltwirtschaftliche Lage tief� greifend ver�ndert. Alle bisherigen Strukturierungsmuster, wie z.B. die Ein� teilung in Erste, Zweite und Dritte Welt oder die Einteilung in marktwirt� schaftlich und planwirtschaftlich organisierte L�nder, erweisen sich als ebenso untauglich wie die Dichotomie von Nord und S�d mit den impliziten Unterstellungen, der Norden sei reich und der S�den sei arm. Nach dem Zusammenbruch des bipolaren Ordnungsgef�ges zwischen den beiden Superm�chten USA und UdSSR, das in Europa einerseits deutliche Grenzen zwischen und in den beiden Lagern von West und Ost festlegte, andererseits den Entwicklungsl�ndern zahlreiche Stellvertreter-Kriege aufb�rdete, �berwiegen heute die Bem�hungen um eine neue Weltordnung. Die heutige Welt befindet sich in einem Zustand fundamentaler Umbr�che, charakterisiert durch zunehmende Spannungen sowohl auf der globalen als auch auf der regionalen und nationalen Ebene. Nicht nur die internationale, sondern auch die innerstaatliche Sicherheit ist heute weltweit in vielen Regionen in zunehmendem Ma�e gef�hrdet. Zu den neuen und erweiterten sicherheitspolitischen Anforderungen unterbreitete der Generalsekret�r der Vereinten Nationen, Boutros Boutros� Ghali, in seiner Agenda f�r den Frieden Mitte 1992 im Auftrag des Sicherheitsrats Vorschl�ge, wie die Kapazit�t der Vereinten Nationen zur vorbeugenden Diplomatie, zur Friedensschaffung und zur Friedenssicherung im Rahmen der Charta und ihrer Bestimmungen gest�rkt und effizienter gestaltet werden kann (der volle Wortlaut der Agenda f�r den Frieden befindet sich im Anhang zu diesem Buch).