Lesesozialisation in der Familie

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Eine Zeitbudgetanalyse zu Lesegewohnheiten
Diese Arbeit geht davon aus, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die die Familie als Institution der Lesesozialisation umgeben, in den letzten Jahren ver�ndert haben. Es finden sich einerseits Hinweise daf�r, dass Eltern und Kinder zunehmenden Zeitrestriktionen ausgesetzt sind, andererseits sind gleichzeitig die Anforderungen der Gesellschaft an Bildung und Erziehung gestiegen. Unter Ber�cksichtigung von sozialisationstheoretischen Ans�tzen sowie Ans�tzen, die insbesondere auf das Zusammenwirken von Bildung und Zeit abstellen, wird die Frage aufgeworfen, inwieweit die Familie als Institution der Lesesozialisation �berhaupt noch von Bedeutung ist und wie sich verschiedene Familientypen diesbez�glich voneinander unterscheiden. Im Rahmen einer empirischen Analyse mit Daten der Zeitbudgeterhebung des Statistischen Bundesamtes kann unter anderem gezeigt werden, dass sich bisherige Bildungsungleichheiten durch die gleichzeitige Betrachtung von Bildung und Zeit nicht mehr eindeutig nachweisen lassen, sondern erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Familien mit idealen Voraussetzungen lassen sich durch Vorbildverhalten der Eltern, regelm��ige Interaktionen zwischen Eltern und Kindern sowie eine hohe Bildung beschreiben.