Organisieren von Freiheit

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Nomadische Praktiken im Kulturfeld
Was hei�t Freiheit? Diese Frage entspringt nicht nur den �ltesten philosop- schen Traditionen, sondern geh�rt auch seit je zu den Leitmotiven des geist- und sozialwissenschaftlichen Forschens. Man kann Freiheit im Wesentlichen aus zwei verschiedenen Perspektiven betrachten: einerseits als Ideal, normative V- gabe und als zu erreichendes Ziel; andererseits als konkreten Vollzug, Einsatz und Gebrauch, als t�gliche Praxis. Im einen Fall fragen wir nach einem abstr- ten Konstrukt und dessen spekulativen Inhalten wie theoretischen Dimensionen; im anderen Fall geht es um die Praktiken der Freiheit und deren konkrete Bed- gungen, Einschr�nkungen und Effekte. Im Feld der Organisationsforschung �berwiegt in vielen theoretischen - s�tzen, besonders jenen, die auf klassische Traditionen der Betriebswirtschaft zur�ckgehen (Gutenberg 1979), der erste Zugang zum Thema. Demnach zei- nen sich Organisationseinheiten ? soziale Kollektive, Unternehmen, Staaten, Institutionen ? durch Strukturen aus, in denen Freiheit entlang vorgegebener Hierarchien als erw�nschtes Ordnungsprinzip oder aber als ungeplantes Neb- produkt zur Entfaltung kommt. Nicht selten geraten Organisation und Freiheit gar zu Gegens�tzen, wobei das eine als Einschr�nkung und Limitierung des - deren gilt. Insbesondere bei kritischen Ans�tzen, wie etwa jenen der Frankfurter Schule (Adorno 1953), gilt die Einschr�nkung von Freiheit oft als Preis, den eine Organisation abverlangt. In j�ngeren, neoliberalen Diskursen (Peters 1992) w- den Organisationen h�ufig als Zerrbild einer die Freiheit begrenzenden und hemmenden B�rokratie dargestellt. Freiheit wird gefeiert zulasten der Organi- tion und kommt zur Entfaltung im Ideal der post-b�rokratischen Organisation 1 (Maravelias 2009).