Pflege in Europa

$50.04
Vendor: Springer

Available

Title
Familie und Wohlfahrtsstaat
Pflege ist ein vieldiskutiertes, hochaktuelles Thema in alternden Gesellschaften. Bis heute sind die europ�ischen L�nder jedoch nur unzureichend auf die weitere demographische Alterung und den entsprechend hohen Pflegebedarf vorbereitet. Gleichzeitig wissen wir noch viel zu wenig dar�ber, wie sich vor allem kulture- kontextuelle Strukturen auf die Situation pflegebed�rftiger Menschen und ihrer Angeh�rigen auswirken. Hierbei spielen Pflegesysteme (ambulante, station�re Pflege, gesetzliche und normative Verpflichtung zur Pflege von Angeh�rigen) eine wichtige Rolle. Klaus Haberkern setzt an dieser Stelle an und nimmt in seinem Buch sowohl die familiale als auch die gesellschaftliche Organisation der Pflege in den Blick. In einem Elf-L�nder-Vergleich wird gezeigt, dass sich Pflegesysteme in Europa erheblich unterscheiden, wobei die Pflege in den mediterranen Staaten (famili- basierte Pflegesysteme) fast ausschlie�lich von der Familie geleistet wird, w�hrend in den skandinavischen Wohlfahrtsstaaten (servicebasierte Pfle- systeme) die meisten �lteren Personen professionell gepflegt werden. Diese Unterschiede lassen sich anhand von Mehrebenenanalysen sowohl auf indi- duelle und familiale Faktoren als auch auf institutionelle Strukturen und kulturelle Normen zur�ckf�hren. Die Untersuchung ist dabei in vielerlei Hinsicht innovativ, und zwar aufgrund der Abgrenzung des Themas im Rahmen der ?care?-Diskussion, der theoretischen und empirischen Ausrichtung, der methodischen Herangehe- weise und nicht zuletzt aufgrund des internationalen Vergleichs, durch den sowohl Wohlfahrtsstaatsdifferenzen als auch l�nderspezifische Eigenarten herausgestellt werden. Die Studie ist Teil des vom Schweizerischen Nationalfonds gef�rderten Forschungsprojektes ?Generationen in Europa? an der Universit�t Z�rich, einer umfassenden Untersuchung intergenerationaler Beziehungen unter Erwachsenen.