Prekarisierung und Ressentiments

$65.44
Vendor: Springer

Available

Title
Soziale Unsicherheit und rechtsextreme Einstellungen in Deutschland
Einleitung 1 Einf�hrung: Der Missing Link 1 Einf�hrung: Der Missing Link Die Annahme, dass Rechtsextremismus vor allem eine Folge von Arbeitslos- keit oder der Angst vor Arbeitslosigkeit sei, ist popul�r. So gibt es kaum eine �ffentliche Debatte zum Thema Rechtsextremismus, in der nicht die ?schlechte wirtschaftliche Lage? oder die ?hohe Arbeitslosigkeit? als Ursachen des Rech- extremismus benannt werden. War die Annahme eines Zusammenhangs zwischen �konomischen Krisenerscheinungen und dem Erstarken des Rech- extremismus lange Zeit ein Topos, der vor allem innerhalb der politischen Linken zu finden war (vgl. Lynen von Berg 2000: 86ff. ), ist das Argument heute bei Vertretern nahezu aller politischen Richtungen anzutreffen. So lie� im Sommer 2007 die CDU-Ministerin Ursula von der Leyen nach einer Hetzjagd auf acht Inder in der s�chsischen Kleinstadt M�geln verlauten, dass ?Armut und Abwanderung? im Osten Deutschlands die ?Hauptgr�nde des Fremdenhasses? seien (S�ddeutsche Zeitung vom 24. August 2007). �hnlich argumentierte im Fr�hjahr 2005 der damalige bayrische Ministerpr�sident Edmund Stoiber, als er behauptete, dass die ?Hauptursache f�r das Wiedererstarken der NPD? in dem ?�konomischen Versagen der Regierung Schr�der? liege (Frankfurter Ru- schau vom 7. Februar 2005). Der Zusammenhang zwischen prek�ren Arbei- und Lebensverh�ltnissen und erstarkendem Rechtsextremismus gilt heute in einem Ma�e als selbstverst�ndlich, dass seine Postulierung keiner weiteren - kl�rung oder Begr�ndung mehr zu bed�rfen scheint: Arbeitslosigkeit macht - f�llig f�r Rechtsextremismus ? Punkt.