Soziologie, eine multiparadigmatische Wissenschaft

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Erkenntnisnotwendigkeit oder ??bergangsstadium?
der inneren Logik von Paradigmen beigetragen. So gesehen sind die Ausein- dersetzungen keineswegs ergebnislos gewesen, auch wenn sie ihr eigentliches Ziel nicht erreichten. Nur dadurch, dass die Problemlagen und Bew�ltigungsst- tegien immer wieder kritisiert und dadurch bewusst gehalten werden, gelingt es, sie auf der H�he der Entwicklung des Fachs zu halten. Auch scheinbar ergebn- loses Streiten ist ein Modus der Entwicklung hinreichender Differenzierung ? und der Verzicht auf Auseinandersetzungen reduziert das Thematisierungs- tential, was wiederum abf�rbt auf die Theorieentwicklung. Jeder neue Ansatz muss ? auch und gerade mit Kenntnis der Geschichte der Auseinandersetzungen ? mit vollem Ernst und in aller Konsequenz unternommen werden, damit sein Potential zur Entfaltung kommt. Das reproduziert zwar tendenziell das K- fliktschema, ist aber genau der Weg, den der Diskurs gehen muss, um seine Funktion zu erf�llen. Es gibt auch gegenw�rtig eine Reihe von neuen Versuchen, das alte Thema einer gemeinsamen Grundlage soziologischer Theorie zu l�sen. Mit unterschi- lichen Absichten und Mitteln werden wieder Versuche unternommen, einzelne ?Paradigmen? zu integrieren, indem eine Ebene der Argumentation entwickelt wird, welche die Spaltung zwischen ihnen unterlaufen soll. Daneben gibt es nach wie vor (bzw. wieder) Theorien, die von sich behaupten, alle Probleme l�sen zu k�nnen. Es lohnt sich auch hier, diese Diskussionen optimal zu betreiben und zu beobachten. Genau dies unternehmen die AutorInnen dieses Bandes.